Wildnis 2.0 – Die Tierwelt auf Umwegen
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Wildnis 2.0 – Die Tierwelt auf Umwegen

Ein Film von Patrick Centurioni

Naturschutz

2026

Moderne Landschaften – gekennzeichnet durch Gebäude, Industriegebiete und Straßen – prägen zunehmend nicht nur Städte, sondern auch ländliche Gebiete in Mitteleuropa. Für viele Wildtiere ist dies die alltägliche Realität, die sie zwingt, sich anzupassen. Gleichzeitig schaffen Naturschutzbemühungen, die von modernen Ansätzen geprägt sind, neue Lebensräume.

Der ORF Universum-Dokumentarfilm „Wildlife 2.0 – Anpassung an eine neue Welt“ beleuchtet diese Spannung. Es zeigt eine Wildnis, die in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr existiert, sondern aus fragmentierten Räumen besteht, in denen seltene Arten Zuflucht finden.

Ein wichtiger Vertreter ist der Bartgeier, eine Art, die in den Alpen über ein Jahrhundert lang ausgestorben war, aber erfolgreich wieder angesiedelt wurde. Durch seine Augen sehen wir eine dramatisch veränderte Welt und treffen andere Arten, die sich an diese Veränderungen anpassen.

Regisseur und Kameramann Patrick Centurioni erklärt: „Weitere Eingriffe werden unsere Landschaften prägen und das Schicksal vieler Arten bestimmen. Der Weg, den wir jetzt einschlagen, ist entscheidend.“

Im Gegensatz zu vielen Dokumentationen über „Stadtwildtiere“ konzentriert sich dieser Film auf ländliche Umgebungen. Es zeigt umgestaltete Landschaften und hebt hervor, wie moderne Naturschutzbemühungen in der modernen Welt erfolgreich sein können. Ökologische Korridore verbinden Lebensräume und ermöglichen es den Arten, sich frei zu bewegen, während aufgegebene Industriegebiete zu blühenden Ökosystemen geworden sind.

Dazu gehören Pufferzonen entlang von Bahnstrecken, Autobahnen und Solarparks, die als Ersatzlebensräume dienen. Naturschutzmaßnahmen haben auch die Rückkehr von Weißkopfseeadlern, Kaiseradlern und Großtrappen ermöglicht, wobei letztere durch Projekte zur Verlegung von Hochspannungsleitungen unter die Erde gerettet wurden.

Ein beeindruckendes Beispiel ist der Rotfußfalke, der in Zeitlupe beim Jagen großer Insekten und Anpassen an Nahrungsmangel gefilmt wurde. Unerwartete Zufluchtsorte, wie ein kleines Ödland in der Nähe eines Einkaufszentrums, beweisen, dass selbst minimales unberührtes Land Wildtiere unterstützen kann.

Über 90 Drehtage in Österreich, Deutschland, Italien und Rumänien erzählt „Wildlife 2.0“ die Geschichte von Anpassung, Überleben und dem feinen Gleichgewicht zwischen menschlichem Fortschritt und Natur.

    Land: Österreich
    Sprache: Englisch, Deutsch
    Länge: 52 Minuten
    Regie: Patrick Centurioni
    Produzent: Patrick Centurioni